Schulneubau in Tornesch gestoppt

CDU und BfT blockieren die Zukunft unserer Kinder.

In der Ratsversammlung vom 06.03.2025 wurden Beschlüsse gefasst, die langfristige Auswirkungen auf die Bildungslandschaft in Tornesch haben werden:
Mit den Stimmen von CDU und BfT wurde beschlossen, die Planungen für den dringend benötigten Grundschulneubau sofort zu beenden. Dies stellt einen massiven Rückschlag für die Bildungsinfrastruktur unserer Stadt dar und sorgt für Enttäuschung und Unverständnis bei Eltern, Lehrkräften und den anderen Fraktionen im Rat.

Hintergrund: Warum halten wir einen Neubau für notwendig?

Bereits seit Jahren wird über die unzureichenden und teils maroden Zustände der Johannes-Schwennesen-Schule (JSS) diskutiert. Die Schule ist stark sanierungsbedürftig, die räumlichen Kapazitäten reichen längst nicht mehr aus, und eine zukunftsorientierte Lösung ist dringend erforderlich. Ein Neubau wurde als die beste Möglichkeit angesehen, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden und moderne, zeitgemäße Lernbedingungen zu schaffen.

Nicht zuletzt wurden bereits rund 200.000 Euro in Planungen, Standortabwägungen und andere Vorbereitungen investiert – Gelder, die mit dem jetzt gefassten Beschluss faktisch verschwendet wurden. Dennoch entschieden sich CDU und BfT gegen die Fortführung des Projekts und hinterlassen damit eine gravierende Lücke in der Bildungsplanung Torneschs.

Unverständliche Argumente – Keine eigenen Lösungen

Trotz eindringlicher Appelle von Eltern und den anderen politischen Fraktionen, die auf die dringende Notwendigkeit eines Neubaus hinwiesen, blieb die Mehrheit von CDU und BfT unbeeindruckt. Statt tragfähiger Alternativen gab es lediglich fragwürdige Aussagen. So erklärte die BfT lapidar: „Die haben doch ein Dach über dem Kopf“ – als ob dies allein eine ausreichende Grundlage für eine gute Schulbildung wäre. Auch von der CDU kam wenig Substanzielles, stattdessen wurde fälschlicherweise behauptet, in der bisherigen Modulbauweise seien Toiletten vorhanden – was schlicht nicht der Wahrheit entspricht.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Mit dem abrupten Ende der Planungen für den Schulneubau steht Tornesch nun vor einem massiven Problem: Wie sollen in den kommenden Jahren die stetig wachsenden Schülerzahlen bewältigt werden? Wo bleiben die modernen Lernumgebungen, die unsere Kinder für eine zukunftsorientierte Bildung brauchen? Und welche Alternativen bieten CDU und BfT, um die bestehenden Missstände zu beheben? Die traurige Antwort: Es gibt bisher keine. Nun ist zu befürchten, dass die Modulbauweise an der JSS ein Dauerzustand wird. Diese „Containerlösung“ war seit Anbeginn der Schuldebatte die präferierte Lösung der CDU – wird diese nun schleichend umgesetzt?

Die Entscheidungen von gestern stellen einen bildungspolitischen Stillstand dar, der Tornesch teuer zu stehen kommen wird – nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf die Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für die kommenden Schülergenerationen.

Wir fordern CDU und BfT auf, ihre Haltung zu überdenken und sich konstruktiv an Lösungen zu beteiligen. Die Zukunft unserer Kinder darf nicht an politischer Blockadehaltung scheitern!