Klimahelfer Boden: Lesung und Diskussion

Ob im eigenen Garten, unter Äckern und Feldern, Wiesen und Wäldern: Es ist der Boden, der dafür sorgt, dass wir essen, atmen und sauberes Wasser trinken können. Mehr noch, wie wir mit ihm umgehen, ist für das globale Klima genauso entscheidend wie die Frage, womit wir unsere Autos antreiben oder wie wir unseren Strom produzieren.

Susanne Dohrn

Das sagt die Tornescher Autorin und SPD-Ratsfrau Susanne Dohrn.

In ihrem neuen Buch „Der Boden. Bedrohter Helfer gegen den Klimawandel“ hat sie sich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt.

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Ernst Dieter Rossmann, MdB und der Tornescher SPD wird sie das Buch jetzt vorstellen, daraus lesen und darüber diskutieren, was Politik und Gesellschaft beim Umgang mit der wertvollen Ressource besser machen können – und was jeder selbst dazu beitragen kann.

Die Veranstaltung findet am Freitag, den 22. November im „Kleiner Friedrich“, Friedrichstraße 2-4 statt. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Foto: Dylan de Jonge on Unsplash

Volksbegehren “Trinkwasser schützen”

Wir möchten Sie bitten, die SPD Schleswig-Holstein sowie eine Reihe weiterer Organisationen und Vereine bei einem Volksbegehren zum Schutz unseres Trinkwassers zu unterstützen.

Wasser ist unser wertvollstes Gut. Auch in Schleswig-Holstein wird Wasser immer knapper und ist insbesondere durch Öl- und Gasförderung – vor allem bei der Anwendung von  Fracking – stark gefährdet. Bereits 98 durch Erdölförderung verursachte Schadensfälle, bei denen Boden und Wasser verunreinigt wurden, wurden auf Nachfrage von der Landesregierung eingeräumt. Ungenügende Gesetze zum Gewässerschutz gefährden unsere Gesundheit und Lebensmittel, unsere Meere, Arbeitsplätze im Tourismus, Gebäudesicherheit und Grundstückswerte.

Bisher werden brisante Behördeninformationen vielfach geheim gehalten, darunter:

  • geplante Ölbohrungen, das davon betroffene Gebiet und der beabsichtigte Einsatz von Fracking
  • von Bergbaukonzernen gelagerte oder geförderte Gefahrenstoffe, die Kommunen, Rettungsdienste, Krankenhäuser und Feuerwehren zur Vorbereitung auf Katastrophenfälle kennen müssen
  • mutmaßliche Korruptionsfälle bei Baugenehmigungen, öffentlichen Grundstücksverkäufen oder Auftragsvergaben

Unser Volksbegehren ermöglicht Schleswig-Holsteins Kommunen und Behörden im überwiegenden öffentlichen Interesse zukünftig auch ohne konkrete Anfrage die rechtssichere Weitergabe oder Veröffentlichung von Informationen, die bisher als „Geschäftsgeheimnisse“ geheim gehalten werden.

Das sind unsere Forderungen

  • Verschärfung der Haftung von Ölkonzernen für Schäden
  • Wasserbehörden sollen die Beseitigung von Schäden anordnen können
  • Sofortiger Bohrstopp bei  Wassergefährdung und unerwartetem  Wasserfund

Obwohl wir 2018 über 42.000 Unterschriften eingereicht haben, verweigert das Land bis  heute die Umsetzung unserer Forderungen. Deshalb sammeln wir jetzt Unterschriften für einen Volksentscheid zum Schutz des Wassers.

Zum Volksentscheid kommt es, wenn bis zum 02.03.2020 mindestens 80.000 Schleswig-Holsteiner/innen ab 16 Jahren unser Volksbegehren unterschreiben.

Weitere Informationen sowie die Unterschriftenbögen zum Volksbegehren gibt es im Internet unter vi-wasser.de.

Kommunalpolitische Fahrradtour: Von Stadtentwicklung bis Umweltschutz

Bild: Nathalie Tschanz / Unsplash

Kommunalpolitische Fahrradtour mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann am 15. August

Der Bundestagsabgeordnete der SPD Ernst-Dieter Rossmann möchte sich am Donnerstag den 15.08.2019, im Rahmen seiner kommunalpolitischen Radtour durch den Wahlkreis, ein Bild über die Entwicklung von Tornesch machen.

Dazu trifft er sich auf dem Vorplatz des Kleinen Friedrich um 14:30 Uhr mit Vertretern des SPD Ortsverbandes unter Leitung von Susanne Dohrn und Artur Rieck. Danach geht es mit dem Fahrrad für 2 Stunden auf einem Rundkurs durch Tornesch. Thema wird die Stadtentwicklung im Einklang mit dem Umweltschutz sein.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlichst eingeladen, mitzuradeln und ihre Meinung zur Tornescher Entwicklung zu äußern.

Artur Rieck ist neuer Vorsitzender der SPD Tornesch

Am 29. Januar fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der SPD-Ortsgruppe Tornesch im Kleinen Friedrich statt. Auf er Tagesordnung stand neben der Wahl des neuen Vorstands, dieser wird alle zwei Jahre neu gewählt, auch die Ehrung zweier „Urgesteine“ der Tornescher SPD: Klaus Früchtenicht und Peter Daniel sind beide seit einem halben Jahrhundert Mitglied in der SPD und seit vielen Jahren für die Tornescher Bürgerinnen und Bürger vor Ort aktiv.

Manfred Mörker trat nach zehn Jahren im Vorstand, davon neun Jahre als Vorsitzender, nicht wieder zur Wahl an. An seine Stelle rückt Artur Rieck, selbst seit 2005 Mitglied der SPD und in dritter Wahlperiode Ratsherr in der Tornescher Ratsversammlung. Mit 16 Ja-Stimmen und nur zwei Enthaltungen wählten die anwesenden SPD-Mitglieder ihn zum neuen Vorsitzenden. Susanne Dohrn und Peter Daniel wurden in ihrem bisherigen Amt als Stellvertretende Vorsitzende bzw. als Kassierer bestätigt. Verstärkt werden sie von den drei Neumitgliedern Angela Haberlandt, Thorsten Mann und Jürgen Seeba.

Der neu gewählte Vorstand (v.l.): Peter Daniel, Susanne Dohrn, Artur Rieck, Thorsten Mann, Angela Haberlandt und Jürgen Seeba

Zu guter Letzt wurden dann Klaus Früchtenicht und Peter Daniel für ihre langjährige Mitgliedschaft in der SPD von den zwei Landtagsabgeordneten Beate Raudies und Serpil Midyatli, gleichzeitig Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Schleswig-Holsteinischen SPD, geehrt.

Beide sind der SPD 1969, unter dem Bundeskanzler Willy Brandt, beigetreten und seitdem für die Menschen in Tornesch aktiv.

Ehrung zweier SPD-Urgesteine (v.l.): Serpil Midyatli, Klaus Früchtenicht, Peter Daniel und Beate Raudies

Fotos: Horst Lichte

Online-Beteiligung: Radschnellweg Elmshorn-Hamburg

Mit dem Fahrrad zügig von Tornesch nach Hamburg – in ein paar Jahren könnte das Realität werden. In einer Potentialanalyse, die die Metropolregion Hamburg mit verschiedenen Planungsbüros in den letzten zwei Jahren durchgeführt hat, wurden insgesamt acht Verbindungen identifiziert, die nun bevorzugt weiterverfolgt werden sollen. Eine davon ist ein etwa 32 Kilometer langer Radschnellweg von Elmshorn über Tornesch nach Hamburg.

Während die Potentialanalyse nur ungefähre – teilweise mehrere Kilometer breite – Korridore ermittelt hat, in denen ein solcher Radschnellweg verlaufen könnte, soll nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ein genauer Verlauf geplant werden. Dazu haben Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit, eigene Ideen und Vorschläge einzureichen, die dann in der weiteren Planung berücksichtigt werden sollen.

Insgesamt pendeln immerhin täglich 59.000 Menschen zwischen dem Kreis Pinneberg und der Hansestadt.

Die acht aussichtsreichsten Radschnellwege – mit dabei die Route Elmshorn-Hamburg.

Was ist ein Radschnellweg?

Radfahrer und Radfahrerinnen, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen, haben andere Anforderungen an Radwege als Freizeitradler. Radschnellwege sollen ein zügiges und sicheres Vorankommen ermöglichen. Durch möglichst wenig Unterbrechungen, eine ausreichend breite Fahrbahn und eine deutliche Trennung vom motorisierten Verkehr und von Fußgängern soll eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h erreicht werden können. Dank moderner E-Bikes sind diese Geschwindigkeiten nicht nur von sportlich ambitionierten Menschen realistisch zu erreichen.

Radschnellwege ermöglichen mit ihrer geraden Linienführung und der Gestaltung ihrer Kreuzungen und Einmündungen ein zügiges Vorankommen, verkürzen Reisezeiten und vermindern den Kraftaufwand beim Radfahren. Sie werden optimal in die Stadt und die Landschaft eingebunden und so breit, dass man entspannt nebeneinander fahren und überholen kann. Sie können zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung komfortabel befahren und auch bei Dunkelheit sicher genutzt werden.

ADFC Hamburg

Wie kann ich mitmachen?

Das ist ganz einfach. Auf der Website der Metropolregion Hamburg können Sie in einer interaktiven Karte Anmerkungen und Vorschläge für den Verlauf der Trasse eintragen. Dafür haben Sie noch bis zum 16. Februar 2019 die Gelegenheit.

Die Vorschläge werden gesammelt und bei der Planung des Radschnellweges berücksichtigt. Im Anschluss sollen ab Mitte März gemeinsam mit den beteiligten Planungsbüros Workshops vor Ort stattfinden, in denen die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden können.

Wann ist der Radschnellweg fertig?

Bis zum Sommer 2020 soll die Planung abgeschlossen sein, danach kann die konkrete Bauplanung erfolgen. „Kann“, denn das hängt vom Ergebnis der Machbarkeitsstudie ab, und beschlossen ist noch nichts.

Abhängig vom Verlauf der Trasse müssen Grundstücke erworben werden, vorhandene Radwege berücksichtigt werden und Beteiligte angehört werden – so etwas kann dauern. Bei ungefähren Kosten von einer Million Euro pro Kilometer besteht natürlich großes Interesse daran, eine möglichst direkte Verbindung zu finden.

Und jetzt?

Ganz einfach – mitmachen! Wir möchten Sie dazu ermutigen, an der Online-Befragung teilzunehmen. Viel zu oft werden Radwege und andere Einrichtungen an den Bedürfnissen der Radfahrer und Radfahrerinnen vorbei geplant.

Dies ist eine seltene Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Ideen einfließen zu lassen und mit den Verantwortlichen zu diskutieren. Und je besser der Radschnellweg auf die Bedürfnisse abgestimmt ist, desto mehr Pendler und Pendlerinnen lassen das Auto öfter mal stehen.

Foto: Andrew Gook / Unsplash

Ein digitales Tornescher Rathaus?

Liebe Leserinnern und Leser, die Digitalisierung zieht sich durch fast alle Lebensbereiche und macht auch vor unserem Rathaus nicht Halt. Bereits seit 2009 auf Landesebene und seit 2013 auf Bundesebene gibt es die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Behörden in Deutschland. Die Digitalisierung von öffentlichen Verwaltungen ist seitdem in aller Munde.

Unser Rathaus ist der Dreh- und Angelpunkt der Stadtverwaltung und die Schnittstelle zwischen Stadt, ihren Bürgern und ansässigen Unternehmen. Welche internen Arbeitsabläufe und Verwaltungsprozesse im Rathaus umgesetzt werden, muss die Verwaltungsspitze entscheiden.

Aber es gibt auch genügend Interaktionen zwischen dem Rathaus und den Bürgern bzw. den Betrieben. Heute ist es jedoch so, dass die Bürger für die meisten Vorgänge persönlich im Rathaus erscheinen müssen, was oft mit langen Wartezeiten verbunden ist. Wie kann zukünftig der Service für die Tornescher Bürger erweitert und Bearbeitungszeiten reduziert werden? Mit einem größeren digitalen Angebot steigt der Nutzwert für die Bürger und somit die Motivation, Zugangshemmnisse zu überwinden. Erforderliche Formulare könnten künftig zu Hause ausgedruckt und ausgefüllt werden. Die Besuchszeit im Rathaus verkürzt sich entsprechend. Wie wäre es mit einem Online-Fundbüro auf der Rathaus-Website oder einer Online-Terminvereinbarung?

Das bestehende Internetportal der Stadt Tornesch unter www.tornesch.de deckt heute schon ein vielfältiges Angebot ab, das auch über reine Verwaltungsbelange hinausgeht.

Welche Abläufe und welche Dienstleistungen in Zukunft digitalisiert werden sollen, wollen wir mit Ihrer Hilfe herausfinden! Teilen Sie uns doch Ihre Ideen und Anregungen mit. Je mehr Hinweise wir erhalten, desto bürgerfreundlicher können die Verantwortlichen ihre Entscheidungen treffen.

Digitale Funktionserweiterungen verstehen wir als eine Erweiterung bestehender Zugangswege zur Rathausverwaltung. Mit Ihrer Unterstützung wollen wir zu einem bürgerfreundlichen Ausbau der Verwaltungstechnik kommen. Aber, über eines sollten wir uns auch im Klaren sein: Eine moderne EDV-Technik kann nur ein unterstützendes Hilfsmittel sein. Viel wichtiger ist es, gut ausgebildetes Fachpersonal vorzuhalten, das unterstützend und beratend zur Seite steht. Auch sollten wir nicht vergessen, dass mehr als acht Millionen Deutsche, davon ein großer Teil älter als 50 Jahre, keinen Internetanschluss hat.

Hier können Sie an unserer Umfrage teilnehmen. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlosen wir eine zweitägige Reise für zwei Personen im Doppelzimmer ins politische Berlin. Von unserem Bundestagsabgeordneten Herrn Dr. Ernst Dieter Rossmann werden Sie zu einem spannenden Informationsprogramm eingeladen.

Zur Umfrage: https://www.spd-tornesch.de/umfrage-digitale-verwaltung

Text: Manfred Fäcke

Dieser Artikel ist in Unser Tornesch 2/2018 erschienen. Das aktuelle Heft können Sie hier runterladen und schon bald in Ihrem Briefkasten finden.